14.11.2020, 16:51 - Wörter:
Szeneninformationen
Charaktere: Gast & Gast
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 24. Dezember 2018
Ort: Haus der Greenes in Queens, NYC
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 24. Dezember 2018
Ort: Haus der Greenes in Queens, NYC
‘Alle Bewohner’ schloss den Mercer aber auch mit ein, welcher in den letzten anderthalb Jahren ein fester Bestandteil des Haushaltes geworden und gar nicht mehr wegzudenken war, und da es in diesem Jahr wirklich verdammt gut lief für die selbstständige Köchin, hatte sie es sich nicht nehmen lassen, auch ihm ein Geschenk zu besorgen. Es kam ihr also gerade recht, dass er sich um Caleb kümmerte, sodass sie den Karton mit seinem Geschenk unbemerkt zu den anderen legen konnte. Gerade rechtzeitig, denn das Knarzen der Treppe verriet ihr bereits, dass er schon wieder auf dem Rückweg war. Mit dem Einschalten der Weihnachtsbaumlichter setzte sie der weihnachtlichen Stimmung also noch rasch die Krone auf und erleichtert darüber, dass durch die zusätzliche Belastung der Stromleitungen keine Sicherung rausgeknallt war, atmete die Blonde auf und erhob sich, um den Baum in seiner vollen Pracht bewundern zu können. Ein seliges Lächeln schlich sich auf ihre Lippen, als sie Daniels Nähe hinter sich spürte, und kurz verschwand das Funkeln ihrer Augen hinter ihren sich schließenden Lidern, als er seine Arme um sie legte und ihr einen Kuss auf den Hinterkopf gab. Automatisch legten sich ihrer Arme auf seine, verschränkten sich mit seinen Fingern und noch immer reagierte ihr Körper mit freudiger Erregung auf diesen Mann, als wären sie noch immer am Anfang ihrer Beziehung, dabei waren sie schon ein eingespieltes Team, das auch im Alltag wunderbar harmonierte, und Skylar konnte nicht einmal so genau sagen, wann es dazu gekommen war. Eines wusste sie jedoch ganz sicher: nämlich, dass es ruhig für immer so weitergehen durfte. Durch ihn fühlte sie sich komplett und zufrieden und sie war einfach nur unendlich glücklich, mit ihm ihren Seelenverwandten gefunden zu haben, der sie und ihren Sohn liebte und dies auf so vielfältige Art und Weise zeigte.
“Danke, dass du dich um ihn gekümmert hast”, kam es leise von ihr, worauf sie sich in seinen Armen drehte, zu ihm aufsah und verliebt lächelte. Sie schmolz jedes Mal ein bisschen dahin, wenn Daniel so liebevoll und geduldig mit dem Dreijährigen umging und damit auch dessen Herz mehr und mehr eroberte. Caleb war geradezu besessen von dem Mercer, kletterte mit Vorliebe auch auf ihm herum und weihte ihn in seine Spiele ein, wollte aber auch immer häufiger von ihm ins Bett gebracht werden und von ihm vorgelesen bekommen. Es wunderte Sky nicht, Daniels Stimme hatte selbst nach all der Zeit ihre Wirkung auf sie nicht verloren und sie konnte sich vorstellen, dass ihr Sohn ihr ebenfalls gern lauschte, auch wenn es im ersten Moment ein wenig überraschend für sie gewesen war, nicht mehr die einzige Person zu sein, die der Kleine als letztes vor dem Schlafen sehen wollte. Überraschend, aber keineswegs schlecht, denn im Grunde bestärkte Caleb sie damit in dem Gefühl, dass Daniel sie perfekt ergänzte. Dass er zu dieser Familie gehörte. Und nach allem, was er für diese schon getan hatte, wuchs in Sky der leise, aber durchaus große Wunsch, ihn offiziell zu einem Teil von ihr machen zu wollen.
In diesem Moment der Ruhe und Zweisamkeit, der unweigerlich eintrat, da nun wirklich alles für die Feierlichkeiten und die Gäste am nächsten Tag vorbereitet war und sie endlich auch ein wenig entspannen könnte, überkam es Skylar und sie schlang ihre Arme mit einem weiteren, erleichterten Seufzen um Daniels Taille, worauf sie ihren Kopf seitlich an seine Brust schmiegte, sodass sie weiter den Baum betrachten konnte.
“Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sage, aber ich liebe Weihnachten.” Denn ähnlich wie bei Daniel hatte sich das Weihnachten der Greenes von dem traditionellen Bild eines fröhlichen Familienfests stark unterschieden. Geschenke hatte es aus finanziellen Gründen nie gegeben, nur für Imogen, bis sie alt genug war, dass sich das mit dem Weihnachtsmann für sie erledigt hatte, und da man in den meisten Jobs satte und dringend benötigte Feiertagszuschläge erhielt, hatten die Geschwister diese Tage immer genutzt, um die erhöhten Heizkosten wieder reinzuholen. Weihnachten hatte somit eigentlich eher Stress und Unmut erzeugt, statt ein Fest der Besinnlichkeit und Nächstenliebe zu sein. Letztes Jahr hatte es dann noch ein wenig im Schatten von Colins Heldentat gestanden, doch in diesem Jahr schien das Schicksal voll und ganz auf ihrer Seite zu stehen und ihre harte Arbeit zu belohnen. Ein gutes Jahr, das so sicher nicht gewesen wäre, hätte sie Daniel nicht als ihren Unterstützer an ihrer Seite gehabt. “... Und ich liebe dich.”
Skylar atmete tief ein und drückte ihren Freund noch ein bisschen fester, ehe sie ihre Umarmung lockerte, um wieder in sein attraktives Gesicht sehen und ihre Worte mit einem ehrlichen Lächeln unterstreichen zu können. Es war nicht das erste Mal, dass sie diese Worte zu ihm sagte, dennoch waren sie aufgrund der Seltenheit, mit welcher sie über die Lippen der Blonden kamen, nicht weniger bedeutend. Es war nicht so, dass sie es ihm nicht am liebsten jeden Tag sagen würde, aber sie war nun einmal keine Frau vieler Worte, wollte ihn mit ihren Liebesbekundungen auch nicht erdrücken und ließ lieber Taten sprechen, um ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. So wie jetzt, als sie sich auf Zehenspitzen stellte und all die Zuneigung, die sie für ihn empfand, in einem sanften, liebevollen Kuss widerspiegelte. Noch immer brachte es die Schmetterlinge in ihrem Bauch zum Tanzen, wenn sich ihre Lippen trafen, und auch jetzt grinste sie verknallt in das Lippenbekenntnis hinein.
“Santa hat übrigens auch an dich gedacht... Möchtest du es schon auspacken?”, hauchte sie an seine Lippen, kaum dass sie sich von ihm gelöst hatte, ehe sie zu dem mittelgroßen, in Weihnachtsgeschenkpapier gewickelten Karton neben dem Fahrrad deutete. Es war vielleicht gegen die Spielregeln, aber sie war so gespannt, ob es ihm gefiel und was er wohl dazu sagte, dass sie es selbst kaum erwarten konnte, dass er es öffnete.