Florence "Barbie" Monet*
24* Jahre alt
Studentin (Geschichte*)
Anya Taylor Joy*

RESERVIERT
Ich weiß noch genau, wie du damals auf dem Campus saßt, dein Geschichtsbuch halb offen vor dir, aber dein Blick irgendwo weit weg, als würde dein Herz auf etwas warten, das du dir selbst noch nicht eingestehen wolltest.
Du hast mich angelächelt, dieses kleine, traurige Lächeln, das du immer aufsetzt, wenn du versuchst, stärker zu wirken, als du dich fühlst. Wir beide wussten, dass dein Studium nicht das war, wovon du heimlich geträumt hast. Dass du lieber irgendwo in einer kleinen Buchhandlung stehen würdest, mit Tinte an den Fingern und Geschichten im Kopf. Aber du wolltest deine Eltern nicht enttäuschen. Du wolltest all die Opfer, den Kredit deiner Eltern und ihre Hoffnungen, nicht umsonst machen.
Ich bewundere dich dafür. Wirklich. Diese stille Tapferkeit, dieses Weitergehen, auch wenn dein Herz in eine andere Richtung ruft. Und ich sehe es dir an, wie sehr du manchmal kämpfst. Wie du lachst, wenn du eigentlich weinen willst. Wie du Henrys Hand hältst, obwohl ihr beide wisst, dass eure Geschichte eine andere ist als die, die ihr spielt.
Florence — unsere leise Tragödin, war die schöne, kluge Freundin, die immer ein bisschen so wirkte, als wäre sie auf der Flucht vor sich selbst. Ihre Geschichte mit Henr: ein bittersüßes Theaterstück aus Freundschaft, Loyalität und gesellschaftlichem Zwang, war eines der Dinge, die sie so menschlich machten. Trotz ihrer eigenen Sorgen um ihr Studium und ihre Familie war Florence immer da, wenn man sie brauchte.